Dichtheitsprüfungen privater Abwasserleitungen

Die aktuelle Gesetzeslage

„Eigentlich besteht für private Haushalte die Verpflichtung, bis 2015 nachzuweisen, dass alle zum Haus gehörigen Abwasserkanäle dicht sind. Diese Bestimmung soll nun ehrheblich entschärft werden, wie die Regierungsfraktionen SPD und Grüne im Düsseldorfer Landtag am Dienstag (17.01.2012) entschieden haben.“

Festgelegt wurde, dass für eine vierköpfige „Otto-Normalfamilie“ die Kanalinspektion erst bis 2020 durchzuführen sei. Bestand des jetzigen Gesetzesentwurf vom 20.03.2012 ist ebenfalls eine Staffelung nach Abwassermengen.

Eine Untersuchungspflicht für Häuser in besonders gefährdeten Regionen wie zum Beispiel Wasserschutzgebieten besteht dennoch.

Auch bei Immobilien, die ganz oder teilweise gewerblich genutzt werden, muss bis 2015 nachgewiesen werden, dass die Rohre keine Leckagen aufweisen.

Dichtigkeitsprüfung! Warum?

Durch undichte Kanäle wird die Umwelt schwehr belastet. Bei Schäden der Abwasserleitung gelangt fäkalienhaltiges Wasser in das Grundwasser und schädigt somit die Umwelt. Auch Fremdwasser kann in den Abwasserkanal sickern und fließt somit in die Klärwerke. Durch dieses Fremdwasser werden die Klärwerke zusätzlich belastet und verursachen so eine Erhöhung der Abwassergebühr.

Im § 61 Abs. 2 LWG wird die oberste Wasserbehörde ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Landtags eine Rechtsverordnung zu erlassen. In dieser Rechtsverordnung sind die Einzelheiten für die Zustands- und Funktionsprüfung bei privaten Abwasserleitungen neu geregelt. Am 8. November 2013 wurde die neue Selbstüberwachungsverordnung Abwasser (SüwVO Abw) im Gesetz- und Verordnungsblatt NRW veröffentlicht und ist somit seit dem 9. November 2013 rechtskräftig.

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